Armutsprävention

Die Stadt Jena ist ein angesehener Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Dennoch sind die Themen Armut und soziale Ungleichheit für die Stadt relevant, da nicht alle Menschen in gleichem Maße von der wirtschaftlichen Entwicklung profitieren können. Daher hat sich die Stadt Jena im Jahr 2016 für das Projekt "Armutsprävention" beworben, das durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und den Freistaat Thüringen gefördert wird. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Umsetzung einer kommunalen Armutspräventionsstrategie.

Ziel der Armutspräventionsrichtlinie ist die Unterstützung der Landkreise und kreisfreien Städte bei der lokalen Entwicklung und qualifizierten Umsetzung von Handlungsstrategien zur sozialen Integration von durch Ausgrenzung bedrohten Bevölkerungsgruppen und zur Bekämpfung individueller Armut insbesondere durch eine bedarfsgerechte Planung der Sozial- und Bildungsinfrastruktur.

Projektzeitraum: 01.06.2016 bis 31.12.2021

Auf der Grundlage statistischer Analysen „Zur sozialen Lage der Jenaer Bevölkerung. Lebenslagenbericht der Stadt Jena 2018“ und im Rahmen eines umfassenden Beteiligungsprozesses wurden thematische Handlungsfelder, Ziele und Maßnahmen zur Armutsprävention und Armutsbekämpfung in Jena entwickelt. Zur Überprüfung der Zielerreichung (Evaluation) wird ein datenbasiertes Sozialmonitoring etabliert.

Die Handlungsfelder der Armutspräventionsstrategie der Stadt Jena sind:

  • Steuerung, Planung und Information,
  • Ökonomische Situation und Arbeitslosigkeit,
  • Wohnen in Jena,
  • Bildung,
  • Teilhabe von Kindern und Jugendlichen,
  • Teilhabe von älteren Menschen,
  • Migration und
  • Gesundheit.

Die Armutspräventionsstrategie der Stadt Jena wurde am 20.03.2019 vom Jenaer Stadtrat beschlossen.

Der Bereich der Sozialberichterstattung umfasst die Erhebung, Aufbereitung und Darstellung von Daten zur sozialen Lage und zum gesellschaftlichen Umfeld bestimmter Zielgruppen. Sie ist an Sozialräumen orientiert, besitzt Personen- und Haushaltsbezug und ermöglicht über die Aufbereitung von Zeitreihen dynamische Analysen (Verlaufsdaten). Durch die Darstellung der Basisindikatoren für die integrierte Sozialberichterstattung wird ein interkommunaler Vergleich ermöglicht.

Ziel des Berichtes „Zur sozialen Lage der Jenaer Bevölkerung. Lebenslagenbericht der Stadt Jena 2018“ ist es, die soziale Situation der Bevölkerung in der Stadt Jena darzustellen. Hierbei werden verschiedene Lebenslagendimensionen der Bewohner/-innen auf Basis ausgewählter Indikatoren betrachtet. Zudem erfolgt eine Analyse spezifischer Gruppen, die einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt sind.

Der Bericht gliedert sich in:

  • eine quantitative Analyse statistischer Daten mit einer Fokussierung auf bestimmte Lebenslagenbereiche sowie
  • eine Darstellung und Auswertung qualitativer Interviews mit ausgewählten Personengruppen.

Themenschwerpunkte sind:

  • die demographische Entwicklung in der Stadt,
  • Entwicklungen im Bereich des Arbeitsmarktes und Kennzahlen zu Bezieher/-innen von Sozialleistungen,
  • private Verschuldung,
  • Wohnen,
  • Kinder- und Jugendhilfe,
  • Bildung und Betreuung und
  • Gesundheit.
Name Funktion/Bereich Kontakt
Dr. Konstanze Tenner

Teamleitung und Sozialplanerin

Team Integrierte Sozialplanung

E-Mail: konstanze.tenner@jena.de

Telefon: 0049 3641 49-2733

Fax: 0049 3641 49-2704

Raum: 03_22

Daniel Meier

Planungskoordinator Armutsprävention Jena

Team Integrierte Sozialplanung

E-Mail: daniel.meier@jena.de

Telefon: 0049 3641 49-2758

Fax: 0049 3641 49-2704

Raum: 03_16

Interview RADIO OKJ zum Thema Schulden im Alter

Teil 1 des Interviews

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Teil 2 des Interviews

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Teil 3 des Interviews

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Teil 4 des Interviews

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Es sind die Logos des Europäischen Sozialfonds zu sehen. Es steht in roter Schrift ESF geschrieben. Daneben befinden sich zwei blaue Flaggen mit weißen Sternen. Darunter steht Europa für Thüringen Europäischer Sozialfonds und Europäische Union Europäischer Sozialfonds geschrieben.
Europäischer Sozialfonds

Das Projekt wird durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.